01.01.2026-31.01.2026
Wir wünschen Euch allen ein frohes, erfolgreiches. Glückliches und vor allem gesundes neues Jahr. Für uns endet der erste neue Tag im Jahr mit einem schönen Sonnenuntergang und Vorfreude darauf, dass wir morgen die Bucht vor Placencia verlassen.

Mittagzeit und bei Sonne am Riff ankommen. Leider hat niemand das Wetter über die Vorhersagen informiert, und so erreichen wir unser Ziel bei trübem Wetter. Blick nach rechts, Blick nach links. Irgendwo zwischen den Inseln ist die Einfahrt.

In Schleichfahrt beginnen wir die Anfahrt. Tom bemüht sich die Informationen aus dem Revierführer und den Navionics Charts übereinander zu bringen und hält das Echolot fest im Blick. Sobald die Tiefe schnell abnimmt schaut Hajo am Bug wo ein Bereich mit größerer Tiefe ist und dirigiert Tom. Das läuft trotz schlechter Sicht und teilweisen Nieselregens ganz gut und wir erreichen die Mooringbojen problemlos. An Land gibt es ein Restaurant, bei dem wir die Boje bezahlen und einen Rumpunch genießen. Abendessen gibt es an Bord, für morgen haben wir aber schon mal Lobster im Restaurant vorbestellt.


Am nächsten Morgen machen wir uns mit dem Dinghy auf den Weg. Dieser führt uns auf die Nordseite der Inselgruppe und wir werfen unseren Anker so, dass wir keine Korallen beschädigen. Da es nicht windig ist, halten wir auch die Leine kurz.
Die Korallen sind schön, aber weniger beeindrucken als die, die wir in den San Blas gesehen haben.




Tom hatte eine neue Unterwasserkamera bestellt, um bessere Bilder zu bekommen. Der Deckel, der den USB Anschluss und die Speicherkarte sichert, lässt sich nur öffnen, wenn man einen Druckknopf auf der Unterseite der Kamera drückt. Blöderweise liegt der genau unterhalb des Auslösers. So schafft es Tom , dass sich der Deckel unbeabsichtigt öffnet. Die Kamera hat den ersten Tauchgang nicht überlebt, aber zumindest konnten wir die Bilder vom der Speicherkarte noch retten.
Abendessen gibt es im Hideaway Restaurant. 2 große Lobster mit Reis und Salat. Gesättigt und müde fallen wir am Abend müde und in die Koje.
Am nächsten Morgen wollen wir nach South Water Cay. Unsere elektronische Seekarte warnt von vielen nicht kartierten Korallenköpfen und Tiefenangaben sind er als Hinweis ohne Garantie zu verstehen. Unser Revierführer weist die rot markierte Route aus und dieser wollen wir folgen. Tom trägt sich einige Punkte in die Seekarte ein. Unten seht Ihr, wie es auf der Seekarte, dem Kartenplotter und in der Natura aussieht. Die Untiefen lassen sich nur mit Sonne erkennen und hin und wieder schaut ein einzelner Mangrovenbusch als Warnung aus dem Wasser.

Bei unserer Ankunft suchen wir einen Sandfleck im seegrasbedeckten Ankergrund und ziehen unseren Anker mit 2000 U/min rückwärts ein.
Zur Nacht kommt noch ein Fischerboot vor Anker. 8 Menschen auf engstem Raum. Eine Plane schützt vor Regen und menschliche Bedürfnisse werden auf der nicht vorhandenen Reeling absolviert. Das sind echt arme Kerle. Am nächsten Morgen ist es zunächst noch bewölkt, dann klart der Himmel auf und wir gehen an Land.

Auf der Insel befinden sich 3 Ressorts, 2 Bars und ein Resturant. Die eine Bar ist geschlossen, die andere leer, aber wir bekommen etwas zu trinken. Beim Spaziergang über die Insel wiederholt sich der Eindruck den wir bisher mehrfach hatten, es fehlen die Touristen. Der Strand ist leer. Lediglich einige Ausflugbootes landen an der Insel an, um die Gäste schnorcheln zu lassen, aber die Bar, die an der Stelle liegt, ist wie gesagt geschlossen.


Auch wir wollen schnorcheln gehen, und so packen wir unser Dinghy. Die Korallen sind denen auf den Pelikan Cays sehr ähnlich, leider hat unsere alte Unterwasserkamer die Bilder nicht richtig gespeichert. Schade.
Unsere nächsten Ankerplätze haben Seegras als Ankergrund und unser Bruce Anker, mit dem wir seit unserer Abfahrt unterwegs waren, findet in Seegras keinen Halt. Der Ankerplatz hier ist groß und hat sowohl Sandspots als auch Seegras und so testen wir heute, ob einer unserer anderen Anker in Seegras greift. 3 Anker haben wir zur Auswahl:
20 kg Bruce (M-Anker), 20 kg Pflugschar und einen 17 kg Danfort.

Der Form halber werfen wir den Bruce über Seegras aus. Das Ergebnis hatten wir erwartet, der Anker rubbelt über das Seegras, zieht sich aber nicht ein.
Dann holt Hajo den Bruce an Bord und montiert den Pflugscharanker, während Tom Kreise dreht und auf Hajos Anweisung Kette rauslässt oder einholt. Sowohl in Sand, als auch auf Seegras ein überzeugendes Ergebnis. Hajo schwimmt zum Anker und im Seegras ist zu erkennen, dass sich der Anker sehr gut eingezogen hat.
Nun wird der Danfort montiert. Hier probieren wir es nur im Seegras. Zunächst rubbelt auch er nur über den Grund und wir sind enttäuscht, eigentlich hätten wir mehr erwartet. Hajo schlägt einen weiteren Versuch mit höherer Geschwindigkeit vor. Und siehe da, ein Ruck und der Anker scheint zu sitzen. 5 Minuten dauert es, bis Hajo zum Anker geschwommen ist, aber noch immer ist die Sandwolke, die bei ruckartigen einziehen des Ankers entstanden ist zu sehen. Bei Aufholen zeigt sich der Nachteil des Danforts, Sand und Seegras klemmen zwischen Flunke und Steg, weshalb sich der Anker, wenn er einmal ausgerissen ist nicht wieder selber eingräbt.

Unsere Entscheidung steht, wir werden zunächst den Pflugscharranker weiter benutzen und müssen uns ab sofort keine Sorgen mehr bei Seegras als Ankergrund machen. Bester Laune für unsere Weiterfahrt zum Glover Reefs schauen wir ins Wetter. Shit. Erneut ist fürs Wochenende Nordwind angesagt und am Dienstag müssen wir in Placencia sein, um Mittwoch unsere Visa zu verlängern. Auf keinen Fall wollen wir irgendwo einwehen und unsere Visa nicht rechtzeitig verlängern können.
So entscheiden wir uns bereits morgen, am 7.1., wieder nach Placencia zurück zu fahren. Eine Nacht machen wir nochmal Stopp auf den Pelikan Cays, hier von Norden aus gesehen.

Auf AIS hatten wir gesehen, dass auch Nautibear auf den Pelican Cays ist, und so haben wir uns zum Abendessen im Hideaway verabredet. Dieses Mal ist die Fahrt durch die Korallenriffe einfach, wir folgen einfach dem Track, den wir beim letzten Mal aufgezeichnet hatten.

Währen Hajo sich für Fisch zum Abendessen entscheiden hat, ist Tom mutig und probiert Conch, zu Deutsch Meeresschnecke. Diese wird frisch zubereitet. Hierzu wird zunächst ein Loch in die Muschelschale geschlagen und das Muschelfleisch mit dem Messer von der Schale gelöst. Dann kann man das Fleisch einfach herausziehen und von den Innereien reinigen. Fertig zum Braten.


Geschmacklich ok, aber Tom nimmt beim nächsten Mal wieder Lobster.
Nach einem schönen Abend mit Jack, Deb und „Tilly - The Dog“ machen wir uns früh auf den Weg. Wir wollen noch am King Lewis Island vorbei. Die kleine Insel beherbergt ein Ressort, dass mit viel Liebe als Pirateninsel gestaltet sein soll. Bei unserer Ankunft ist es bewölkt, aber KI lässt problemlos die Wolken verschwinden. Irre was Alles mit einem Klick geht.
Ein Mooring Charter Boot versucht bereits einige Zeit die Insel ohne Erfolg anzufunken. Vermutlich ebenso verlassen wie die anderen Ressorts an denen wir vorbeigekommen sind. Wir machen unser Foto, drehen ab und nehmen Kurs auf Placencia.

Wir treffen Kurt von der Elana und Winfried und Jutta von der Juwin wieder. Ein nochmaliger Check des Wetters zeigt, dass das Wetter mindestens weitere 10 Tage unbeständig bleiben wird. Wir ändern unsere Planung. Am Donnerstag, den 15.01., werden wir in die Hummingbird-Marina fahren. Dort können wir segel.BAR für einige Tage wohlbehütet zurücklassen und unsere Reise ins Inland von Belize unternehmen. Eigentlich hatten wir das von Belize City aus geplant. Tom bucht die Reise und Touren die wir uns ausgesucht hatten.
Bis Mittwoch haben wir nun Freizeit und entdecken die schöne Seite Placencias, die uns bisher tatsächlich verborgen geblieben ist. Parallel zur Hauptstraße gibt es den „Placenia Side Walk“ Hier liegen schöne Hotel, Restaurant und Bars direkt am Strand. Auch gibt es kleine Ferienhäuser, sogenannte Cabanas, direkt am Strand zu mieten.
Immer dabei – unsere leere Gasflasche. Am zweiten Tag finden wir den Gaswagen und unsere Miniflasche wird direkt befüllt. Kaum zu glauben, der Fahrer hatte sogar einen Adapter für Campingazflaschen an Bord.



Am Mittwoch, den 14.01, setzen wir mit dem „Hokey Pokey“ Wassertaxi zum Festland über und verlängern unsere Visa. Zurück an Bord legen wir dann, einen Tag früher als geplant, in die Marina um. Der Wind hat auf West gedreht und drückt einen unangenehmen Schwell ins Ankerfeld. Darauf haben wir keine Lust.

Noch vor dem ersten Krähen des Hahns stehen wir am Freitag, den 16.01., auf. Von der Marina bis zur Bushaltestelle sind es etwa 30 min. Fußweg. Der Bus nach Belize City startet um 6:00h in der Früh in Placencia und ist circa 5 min. später an unserer Haltestelle. Der Bus kommt pünktlich und wir sind nun auf dem Weg nach Belize. Einen ersten Pipi-Stopp gibt es nach knapp 2 Stunden in Dangria. Nach 15 min. geht es weiter. In Belize City müssen wir umsteigen in den Bus nach San Ignacio. Nächster Halt auf dem Weg nach Belize ist Belmopan. Toms Kopf arbeitet und er kontrolliert nochmals die Routenverläufe. Eine kurze Rückfrage bei Fahrer bestätigt, dass wir bereits hier also Belmopan in den Bus nach San Ignacio umsteigen können. Das spart und über 3 Stunden Reisezeit. Unterwegs sehen wir nochmals Unmöglichkeiten bei der europäischer Entwicklungsförderung. Europäischer Steuerzahler finanzieren chinesische Elektrobusse in der Karibik. Warum? Zumindest könnte es ein, in Europa hergestellter, Bus sein, oder?

Wir erreichen San Ignacio deutlich füher als geplant und können uns zumindest unseres Gepäcks im Hotel entledigen. Das Zimmer ist leider noch nicht fertig.
Wir spazieren zum Markt. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch aber auch Garküchen gibt es. Wir suchen uns ein kleines Restaurant und lassen und ein Mittagessen schmecken.



Dann ist auch unser Hotelzimmer fertig und da wir einen Kühlschrank haben, könne wir noch ein paar Kaltgetränke für den Abend einkaufen, die wir auf unserem Balkon geniesen werden. Zudem haben wir eine „French Bakery“ entdeckt und Bagutte erstanden. Mit etwas Schinken und Käse gehen wir füs Abendessen nicht mehr vor die Tür.
Samstag, den 17.01, hatten wir zur Erholung und San Ignacio geplant, die 3 Stunden Zeiterspanis bescheren uns zusätzliche Zeit. Etwa 15 min. mit dem Bus liegt die Mayastätte Xunantunich. Mit einer handbetriebenen Fähre setzt man über den Fluß Mopan.

Nach knapp 2 Kilometer Fußmarsch erreichen wir dann Xunantunich. Eine Führung von 1 Stunde hätte 100 USD gekostet. Da wir ja bereits einiges über die Mayas wissen, entscheiden wir uns gegen eine geführte Tour.

Steinerne Frau bedeutet der Name Xunantunich. Die Anlage besteht aus 6 Hauptplätzen mit insgesamt 25 Tempeln. Wobei El Castillo, das zweithöchste Gebäude in Belize, die Hauptattraktion dieser Stätte, ist. Die Gebäude waren mit Reliefs verziert, die heute Stückweise mit Glasfaser repliziert sind.



El Castillo beherbergte einige Wohnräume für die königliche Familie und bietet eine herrliche Aussicht. Siedlungsspuren lassen sich bis 2500 v.Chr. datieren, der Zerfall von Xunantunich auf ca. 900 n. Chr.


Zurück in San Ignazio lassen wir uns den Rest des Tages durch das kleine Städtchen treiben. Besonders die Fußgängerzone mit Restaurants und Bars lädt zum Verweilen ein.


Am Sonntag, den 18.01., heißt es abermals früh aufstehen. Unsere Tour beginnt bereits um 7:00h morgens und führt uns in die Actun Tunichil Muknal (ATM) Höhlen.
Unsere Gruppe besteht neben uns aus einem US- und einem französischen Paar. Auf dem Weg zur Höhle müssen wir zunächst den Roaring Creek River insgesamt 3-mal überqueren.

Dann erreichen wir den Höhleneingang. Hier müssen wir hinein schwimmen und uns durch Spalten hindurchschieben, wo oben der Kopf und unten der Körper hindurchmuss. Für die Maya war ATM der Eingang zur Xibalbá, der 9-stüfigen Unterwelt.

Die Kalksteinhöhle wurde im Jahr 1989 von entdeckt und hat eine Ausdehnung von rund fünf Kilometern.


In der Hauptkammer wurden 1408 Artefakte der Zivilisation der Maya, wie Skelette, Keramiken und Steinzeug gefunden. Da viele Fundstücke als Wasserbehälter dienten, vermutet man, dass die Höhle Zeremonien diente, die sich auf das Wasser bezogen waren und sich an die Unterwelt richteten. Diese Behälter befinden sich auf dem Boden. Um die Himmelsgötter nicht zu erzürnen wurde aber auch Opfergaben an höher gelegen Positionen dargebracht. Zum Ende der Zeremonie wurden die Behälter zerstört um auch die darin gespeicherte Energie als Gabe darzubieten.


Bis heute wurden Reste von 14 Skeletten gefunden. Sieben Erwachsene und sieben Kinder unter fünf Jahre. Es handelt sich dabei um Opferungen, die dazu dienen sollten, die Götter zu besänftigen und um Regen zu bitten.


Auch wurden in den Stalagtiten und Stalagniten scheinbar zufällige Beschädigungen gefunden. Durch Zufall fand man heraus, dass es sich hierbei um Schattenfiguren handelt, die sich beim Flackern des Feuers während der rituellen Zeremonien bewegten. In Verbindung mit den halluzinogenen Kräutern bestimmt ein tiefgreifendes Erlebnis.

Völlig beeindruckt treten wir den Rückweg durch die Höhle und den Fluss an. Aufgrund verschiedener Beschädigung von Artefakten durch übereifrige Hobbyfotografen, ist es mittlerweile verboten dort zu fotografieren, man erhält aber vom seinem Tourguide Archivfotos. Dies hat auch den Vorteil, dass man das Erlebnis uneingeschränkt genießen kann.
Neuer Tag, neue Tour. Heute fahren wir nach Caracol, die wohl bedeutendste Mayastätte in Belize. Die um 600 v.Chr. gegründete Stadt war bis 900 n.Chr. besiedelt und zu ihrer Blütezeit im 8. Jahrhundert eine Großstadt mit über 100.000 Einwohnern, zu der Zeit eine der größten Städte der Welt.
Das erste Mal sehen wir hier Unterkünfte, die nicht der königlichen Familie vorbehalten waren. Durch einen Steinwall wurde der königliche und administrative Bereich von den Unterkünften des gemeinen Volkes getrennt.

Die Podeste, die über die umlaufenden Treppen zu erreichen waren, dienten quasi als Bodenplatte für die Hütten. Aus Holz und Bambus wurden die Wände konstruiert und das Dach bestand aus Palmblättern. Zugleich dienten die Bodenplatten aber auch als Grabstätten für die verstorbenen Verwandten, die man so immer nahe bei sich hatte.
Circa 8 Menschen lebten in einer dieser Hütten und es waren jeweils 4 davon im Quadrat nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet.

Die gebildeten Mayas hatten bereits Wohnräume aus Stein, mit gemauerten Betten aber auch Schreibbänken. Auf den gemauerten Betten und Bänken gab es Kissen aus Federn und Fellen.
Auch die Dächer waren ähnlich Gewölben aus Stein und Holz. Diese sind aber beim Freilegen kollabiert, da sie über die Jahre durch den Bewuchs zu stark geschädigt waren.


Der königliche Tempel war der königlichen Familie und deren Bediensteten vorbehalten. Er hat mehrere Ebenen, die wir heraufklettern können.


Die Treppen sind richtig steil. Die Aussicht von der oberen Ebene lohnt aber den Weg.


Auf dieser Ebene gibt es auch 2 erhaltene Dachkonstruktionen. Die Dächer wurden trapezförmig nach innen gemauert und den oberen Abschluss bildeten Holzbalken. Durch einen Kalkleimanstrich geschützt, sind diese bis heute erhalten.

Reliefs und Steintafeln erzählen viel über die Geschichte der Mayas. Das mittlere Bild zeigt den König Caracols mit dem von Tikal und beweist auch, dass es Verbindungen zwischen den einzelnen Maya Völkern gab.


Auf der Rückfahrt nach San Ignancio besichtigen wir noch eine Höhle und ein Naturschwimmbecken. Nice.

Wir kommen erst am späten Nachmittag zurück und fallen nach dem Abendessen müde ins Bett.
Am Dienstag, den 20.01, checken wir aus dem Hotel aus und machen uns zu Fuß auf den Weg zu Busstation, die wir um 7:45 erreichen. In den nächsten anderthalb Stunden sollen laut Fahrplan 4 Busse Richtung Belize abfahren. Mit uns warten noch ca. 20 andere Reisewillige. Um 8:15 kommt der erste Bus. 2 Leute steigen aus, dann schaut der Kassierer in den Bus und teilt uns mit, dass der Bus voll sei, macht die Türe zu und fährt ab. Tatsächlich kommen die Busse, die für 8:30, 8:45 und 9:00 Uhr angekündigt waren nicht. 9:15h biegt der nächste Bus um die Ecke. Tom drängelt nach vorne Hajo folgt ein paar Personen später. Tatsächlich kommen alle mit. Der Gang ist proppenvoll und es steigen an den nächsten Stationen weitere Personen ein. Lustig wird es vor Belmopan. Hier gibt es eine Polizeikontrolle und der Kassierer im Bus bedeutet den Fahrgästen im Gang, in die Hocke zu gehen. Vermutlich, damit der Bus beim Passieren des Kontrollpunktes nicht überladen aussieht. Es funktioniert einwandfrei und in Belmopan leert sich der Bus. Bei der Weiterfahrt nach Belize City hat jeder einen Sitzplatz.

Am Bushof in Belize nehmen wir ein Taxi zu unserem Hotel. Der Taxifahrer stattet uns mit seiner Visitenkarte aus. Falls wir noch weitere Fahrten benötigen, sollen wir ihm eine WhatsApp schicken.
Zum Abendessen finden wir eine Pizzeria und lassen und später in der Lounge unseres Hotels noch ein Glas Rotwein schmecken.
Der nächste Vormittag ist verregnet und wir warten im Hotel auf Wetterbesserung, die ich zum Mittag einstellt. Sightseeing in Belize ist schnell erledigt. Belize City ist touristisch wenig attraktiv. Highlights sind der Leuchtturm, das Cruiseterminal, das Belize Museum und die St. Johns Kirche.


Über die „Swing Bridge“ wechselt man auf die südliche Seite von Belize. Zwar sind an der Brücke Öffnungszeiten angeschlagen, wir konnten aber keine Öffnung live erleben. Vielmehr wurden die Boote mit wenig Platz zwischen den Trägern unter der Brücke her bugsiert.

Ein kleiner Hafen bietet Platz für die Fischerboote und entlang der Einkaufsstraße geht zum Batteriepark mit Statue.

Hinter dem Park liegt das Gerichtsgebäude und weiter unterhalb das Parlament. Zwei weiteren Kirchen beenden den Stadtrundgang.


Wir waren aber ja auch nicht deswegen nach Belize gekommen, sondern um Hajos Geburtstagsgeschenk einzulösen. Heute ist Hajos Geburtstag, und wir fliegen heute zum Blue Hole.
Da der bestellte Taxifahrer nach 15 min. Wartezeit nicht am Hotel erschienen ist, machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Flughafen. Mit Gepäck zwar etwas beschwerlich aber machbar. Wir hatten extra viel Puffer gelassen.
8:30h sitzen wir im Flieger, und obschon wir die letzten freien Plätze gebucht hatten ist der Flieger leer. Hat es eine Kreuzfahrergruppe nicht rechtzeitig geschafft? Hauptsache wir sind drin. Das Wetter sieht nicht optimal aus, aber es wird wohl gehen.

Wir haben freie Sitzplatzwahl und so haben wir uns im Flieger verteilt um beste Ausgangposition für Fotos zu haben.

Belize City von oben.

Und raus geht es aufs Meer …..,

…zwischendurch ein paar Wölkchen, …..

…. und schon wieder runter? Zwischenstopp in Cay Caulker

Keine 5 min. sind wir schon wieder in der Luft …

… und landen in San Pedro. Hier wird der Flieger vollgepackt mit Passagieren und auch der Co-Pilot Sitz bekommt einen Gast. Die Saragossagras Plage ist aus der Luft zu erkennen und am Außenriff liegt sein gestrandeter Frachter. Weiter geht es zum Lighthouse Reef, in dem auch das Blue Hole liegt.


Das „Blue Hole“ ist ein runder Trichter vor der Küste Belize im Lighthouse Reef, etwa 70 Kilometer von Belize City entfernt. Aus der Luft ist es als auffallend dunkelblaue, runde Fläche des tieferen Wassers im flachen, türkisblauen Gewässer der Karibik zu erkennen. Es ist Teil des Belize Barrier Reef, dem als UNESCO-Weltnaturerbe geschützten längsten Barriereriff der nördlichen Hemisphäre. Das Blue Hole ist annähernd kreisförmig, misst über 300 Meter im Durchmesser und ist bis zu 125 Meter tief. Es bildet den Zugang zu einem Höhlensystem, das durch den steigenden Meeresspiegel geflutet wurde. Ein Paradies für Taucher.



Wir fliegen bestimmt 10 min. in allen Richtungen über das Blue Hole. Es ist wirklich beeindruckend. Dann geht es über das Turneff Reef zurück nach Belize City. Wo heute 2 Kreuzfahrer ihre Gäste an Land lassen.



Nach 90 min. landen wir wieder in Belize City und sind geflasht von diesem Erlebnis.

Nun heißt es den Weg zurück nach Placencia anzutreten. Mit dem Taxi geht es zum Bushof und so, wie wir eintreten, werden wir nach unserem Ziel gefragt. Ein Bus, der schon im Begriff war rückwärts zu setzen, hält nochmals an. Der Fahrer bestätigt auf Nachfrage, dass dies der richtige Bus ist. Glück gehabt, los geht die Fahrt. Nachdem wir uns mit dem Kassierer unterhalten haben, wird klar, dass dieser Bus nicht direkt nach Placencia fährt, sondern nach Punta Gorda. Er schlägt uns 2 Möglichkeiten der Weiterreise vor, einmal an der Kreuzung nach Placencia auszusteigen und auf einen anderen Bus zu warten, oder bis Independence zu fahren und von dort mit dem Wassertaxi überzusetzen. Wassertaxi klingt nicht schlecht, zunächst entscheiden wir uns für diese Variante.
Während der Fahrt durchforstet Tom nochmals die Fahrpläne. 20 min. nach unserer Ankunft in Dangria soll ein Bus nach Placencia reinfahren. Also ändern wir unseren Plan und steigen in Dangria aus und sofort wieder in den gleichen Bus ein, nachdem wir erfahren haben, dass der Bus laut Plan lange nicht mehr fährt und der nächste Bus direkt nach Placencia erst um 18:30h kommt.
Nun haben wir neue Plätze im Bus und neben uns sitzt ein offensichtlich buskundiger Maya. Wir kommen gegen 14:15 an der Kreuzung nach Placencia an und zeitgleich fährt ein Bus in Independence mit Ziel Placencia los. Dieser soll gegen 15:00 die Kreuzung erreichen. Also nochmalige Planänderung. Tatsächliche tun es einige Einheimischen uns gleich, das beruhigt. Um 15:00h kommt tatsächlich der Bus und wir erreichen die Haltestellen an der Marina 45 min. später.
Hier gibt es erstmal was zu Futtern und ein Bier. Dann laufen wir zum Boot. Am nächsten Morgen legen wir ab und fahren zurück in die Bay vor Anker.

Hier bleiben wir nur einen Tag um Gemüse und sonstige Frischwaren aufzufüllen. Am Samstag, den 24.01., lichten wir dann den Anker um uns in Richtung Norden zu bewegen. Die erste Inselgruppe, die wir ansteuern sind die Blue Ground Range. So wie wir die Bucht vor Placencia verlassen haben, können wir Segel setzen und den Motor abschalten. Endlich mal ein schöner Segeltag.

Das Ressort welches auf einer der größeren Insel liegt ist verlassen, so bleibt das Dinghy oben und wir genießen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen lichten wir den Anker und können weiter Richtung Norden segeln. Nächstes Ziel sind die Colson Cays. Hier soll es eine Lobster Station geben und tatsächlich kommt kurz nach unserer Ankunft ein Boot längsseits. Für diese drei Lobsterschwänze zahlen wir umgerechnet knapp 30 EUR. Hajo zaubert einen leckeren Kartoffelsalat und mit einem Glas Weißwein mundet es hervorragend.

Leider währt die Freude nur kurz. Einer der Tails war wohl nicht ok und den muss Tom erwischt haben. Einen Großteil der Nacht verbringt Tom nahe der Toilette. Zwischendruch hatten wir kurz überlegt, einen Notruf abzusetzen, da zusätzlich zur Übelkeit starker Schwindel und starkes Schwitzen aufgetreten sind. Irgendwann war aber alles draußen und es wurde wieder besser.
Nach der kurzen Nacht erwartet uns am nächsten Morgen Nebel und ein Ka..K-Wetterbericht.

Wie man auf dem Satellitenbild sehen kann, ist unser aktueller Ankerplatz nur von Nordost bis Südost geschützt. Bei allen anderen Winden läuft die Welle ungehindert in die Bucht. Das ist bei den meisten Inseln in Belize so. Der Forecast kündigt Böen über 30 kn (ca. 55 km/h) aus Nord an. So müssen wir uns für die nächsten Tage ein geschützteres Plätzchen suchen. Wir fahren auf die Drowned Cays.

Die Drowned Cays bieten Schutz für alle Windrichtungen. Leider beherbergen die schützenden Mangroven aber auch Mosquitos. Wie heißt es so schön, einen Tod muss man sterben. Zumindest haben wir ein cooles Foto von den Drowned Cays von unserem Rundflug.

Am Donnerstag, den 29.01., können wir die Drowned Cays wieder verlassen und nehmen Kurs auf die Robinson Cays. Diese sind nur 10 sm entfernt. Laut Revierführer liegt hier ein Wrack, an dem man toll schnorcheln können soll. „Vamanos“. Tatsächlich können wir den meisten Teil der Strecke segeln. Den Anker haben wir noch nicht gelegt, da sehen wir eine Seekuh in der Bucht. Unsere erste.

Mit uns liegt ein österreichisches Pärchen in der Bucht. So erfahren wir, das Schnorcheln nicht lohnt, da das Wasser um das Wrack so trüb ist, dass man nichts sieht. Trotzdem machen wir uns auf den Weg ein Paar Fotos zumindest von oben zu machen.

In der Nacht dreht der Wind auf West und bereits bei 10kn Wind ist der Schwell nicht angenehm. Für die nächste Nacht soll es mehr Wind werden. Für Sonntag sind nochmals Böen mit 30kn aus Nord angesagt, so dass wir uns die letzten Tage im Januar wieder in den Drowned Cays verstecken. Für die zweite Februarwoche scheint es aber ein Wetterfenster nach Mexiko zu geben. Lassen wir uns überraschen.